Reisetagebuch

Nachdem es mir in Marokko so sehr gut gefallen hatte, wollte ich mir unbedingt ein weiteres Wüsten - Land ansehen, und was bietet sich da mehr an, als die „Vereinigten Arabischen Emirate“.

Von meinem Reisebüro Hebbel hab ich dann ein wirklich perfektes Angebot bekommen, und so hab ich mich am 22.3.15 auf den Weg in den Süd-Osten der arabischen Halbinsel gemacht.

Tag 1

Mein Flieger ging am Sonntag morgen um 08:30 Uhr los, allerdings erst mal nach Berlin. Der ruhige Flug dauerte nur eine Stunde. Ich begab mich auf direktem Weg vom Ankunftsterminal zum Abflugterminal um dort durch die Sicherheitskontrolle zu gehen. Dort wurde ich jedoch erst mal auf den Kopf gestellt. Und es reichte nicht, meinen Rucksack zu durchleuchten, nein, ich wurde in einen separaten Raum gebeten und dort musste ich meinen Rucksack komplett auspacken. Selbst meine Kameras musste ich aus den Kamerataschen nehmen. Alles, wirklich alles, wurde auf Sprengstoff untersucht, einschließlich Portemonnaie. Natürlich wurde nichts gefunden und ich war eigentlich froh über so viel Sorgfalt. Gibt einem ein bisschen Sicherheit. Außerdem wurde dadurch die langweilige Wartezeit, immerhin lagen zwischen Landung und Start zwei volle Stunden, erheblich verkürzt. Nachdem also alles in Ordnung war ging es pünktlich um 11:30 Uhr weiter nach Abu Dhabi.

Dieser Flug war äußerst angenehm, da das Flugzeug nur zu 40% besetzt war, somit hatte ich die Sitzreihe ganz für mich allein.

Das servierte Essen war gut, auch der am Nachmittag nochmal servierte Kuchen hat tatsächlich geschmeckt. Die Landung erfolgte pünktlich um 20:30 Uhr Ortszeit, der Flieger rollte jedoch noch fast 20 Minuten auf dem Geländer herum, bis wir am Terminal ankamen. Durch den Zoll ging es dafür um so schneller, auch die Koffer waren sehr schnell zur Hand und so begab ich mich zum Ausgang in der Hoffnung, dort auf die Reiseleitung zu treffen.

Wie üblich standen hier geschätzte 100 Leute herum, die auf die ankommenden Fluggäste warteten. Aber leider niemand von meinem Reiseveranstalter. Ich lief mehrfach an den wartenden vorbei, aber niemand war da, um mich abzuholen. Mittlerweile hatten sich auch die anderen Teilnehmer der Reisegruppe eingefunden und gemeinsam machten wir uns in und vor dem Flughafengebäude auf die Suche nach unserer Reiseleitung. Erst nach einem Anruf bei der Notrufnummer des Veranstalters meldete sich die Reiseleiterin bei uns. Ihr wurde von Seiten der Flughafeninformation immer wieder gesagt, das unsere Maschine Verspätung habe und noch nicht gelandet sei. Das ganze hat geschlagene 1,5 Stunden gedauert und wir waren erleichtert, dass es gut ausgegangen ist und wir endlich im Bus saßen und auf dem Weg ins Hotel Yas Island Rotana waren. Die Fahrt dauerte nur 15 Minuten, und da es schon sehr spät war, gingen wir sofort nach dem einchecken zum Abendessen. Hundemüde aber glücklich fiel ich dann endlich gegen 00:30 Uhr ins Bett.

Tag 2

Nach einem wirklich sehr guten Frühstück fuhr der Bus um 09:00 Uhr los, unser erstes Ziel war die Formel 1-Rennstrecke sowie die Marina. Leider haben wir die Rennstrecke nur von außen sehen dürfen, dafür hat sich der Besuch der kleinen Marina mit dem dort gelegenen futuristischen Yas Hotel, welches direkt über der Rennstrecke liegt, gelohnt. Dieses 5-Sterne-Hotel ist bekannt für das gekrümmte, freitragende Dach aus 5.100 rautenförmigen Glaspaneelen, welche nachts mittels Leuchtdioden in den unterschiedlichsten Farben leuchten.

         

Auf dem Weg zu unserem nächsten Besichtigungsstopp kamen wir an einem Kreisrunden Gebäude vorbei, dem HQ Building Abu Dhab, vorbei. Es besteht aus 23 Etagen, auf denen Büros untergebracht sind. Ein echter Hingucker, diese aus 10.000 Glaselementen bestehenden, leicht gewölbten Fronten.

 

Nur 15 Minuten später erreichten wir unser nächstes Ziel, die Sheikh Zayed Moschee, der größten Moschee in den VAE. Sie wurde erst im September 2007 eröffnet und ist nach einem der Mitbegründer und ersten Präsidenten der VAE benannt, Emir Zayed Bin Sultan al Nahyan, dessen Grab sich auf dem Gelände befindet. Die Moschee verfügt über Platz für 40.000 Gläubige und gehört zu den wenigen, in welche außerhalb der Gebetszeiten auch Nichtmoslems zutritt haben. Allerdings gilt natürlich für Frauen eine gewisse Kleiderordnung. So müssen die Haare bedeckt sein, ebenso der Körper von den Hand- bis zu den Fußgelenken. Bereits auf dem Parkplatz wurden alle Besucher sehr genau auf das einhalten dieser Kleiderordnung überprüft.

Man betritt die leuchtend weiße Moschee, durch ein großes Portal und steht dann unversehens in dem riesigen Innenhof, welcher von unzähligen Säulen begrenzt wird. Der Boden besteht aus wundervollem Marmor mit Blütenmotiven aus Halbedelsteinen, auf denen über 20.000 Gläubige Platz zum beten haben. Geht man weiter kommt man zunächst an die Stelle, wo man seine Schuhe ausziehen und deponieren kann. Ich empfand es als echte Wohltat, mit nackten Füßen auf dem kühlen Marmor zu stehen, bin ich es doch nicht gewohnt, bei 30 Grad im Schatten mit langer Hose, langärmeliger Jacke und Kopftuch herumzulaufen.

Durch ein weiteres großes Portal gelangt man in den Vorraum der Moschee wo u.a. einen die erste von mehreren riesigen 6-eckigen Uhren erwartet, die überall an den Wänden hängen.

Auf diesen Uhren wird täglich der Sonnenaufgang angezeigt sowie die 5 Gebetszeiten des Tages. Außerdem wird die aktuelle Uhrzeit sowie das Datum des islamischen und des gregorianischen Kalendes angezeigt.

Wenn man in die eigentliche Moschee kommt, betritt man den größten Teppich der Welt, welcher im Iran von über 1.000 Weberinnen in 1 1/2 Jahren gewebt wurde. Er hat eine Größe von 5.600 Quadratmetern und besteht aus 38 Tonnen Wolle und Baumwolle. Was aber für mich viel wichtiger war....er sah wunderschön aus mit seinen phantasievollen Blumenmotiven in den kräftigen Farben.

Im innern kann man auch den wohl größten Kronleuchter der Welt, der im übrigen in Europe hergestellt wurde, bewundern. Er besteht aus einer Unzahl von Swarovski-Steinen in den National-Farben der VAE: grün, rot gelb und weiss. Nur die Farbe schwarz fehlt, was verständlich ist. Mit seiner Höhe von 15 Metern füllt er fast vollständig die große Kuppel aus.

Es gibt noch sechs weitere, kleinere Kronleuchter in den anderen Kuppeln.

An den Wänden neben und über der Mihrab, der Gebetsnische, befinden sich die 99 Namen Allahs. Sie wurden auf weissen Blütenblättern in arabischer Sprache aufgemalt.

Die angenehme ruhige Athmosphäre im innern der Moschee lädt einen zum verweilen ein, auch wenn man nicht dieser Religion angehört. Wir hielten uns eine Stunde an diesem schönen Ort auf, aber ich hätte noch länger bleiben können, hatte ich mich doch langsam an die ungewohnte Kleidung gewöhnt.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kamen wir erneut an futuristischen Gebäuden und Skulpturen vorbei. Jeder Architekt in Abu Dhabi hat hier seine Visionen verwirklicht.

Nach einer dreiviertelstunde Busfahrt erreichten wir die Ferrari World, ein riesiger Indoor-Freizeitpark. Ich hatte mir wohl was anderes darunter vorgestellt. Man konnte in dem großen Vorraum Andenken und sonstiges unnützes Zeug kaufen und natürlich gab es auch einen riesigen Ferrari-Shop, wo alles mögliche mit dem springenden Pferd angeboten wurde. Der Zutritt in den Freizeitpark ist natürlich nicht kostenlos, und so haben wir uns darauf beschränkt, ein bischen in der Vorhalle herum zu schlendern. Der eine oder andere hat auch ein paar Dirham in den Geschäften gelassen.

Und natürlich stand auch ein F10 in der Vorhalle, zum Bewundern und Bestaunen

 Eine besonderheit des Freizeitparks ist die Formula Rossa, die schnellste Achterbahn der Welt, sie beschleunigt von 0 auf 100 Km/h in 2,9 Sekunden und nach weitern 2 Sekunden die Höchsteschwindigkeit von 240 Km/h.

 Unser nächstes Ziel war das Heritage Village, welches auf einer Halbinsel in der Nähe des bekannten Hotels Emirat Palace liegt. Hier wird den Besuchern das Abu Dhabi vorgestellt, wie es noch vor ein paar Jahrzehten ausgesehen hat und wie die Emiratis hier gelebt haben. Es gibt u.a. auch eine Anzahl von kleinen Shop`s mit Landestypischen Andenken sowie traditionelle Handwerker und natürlich auch die typischen Zelte aus Ziegen- und Kamelhaar.

Nach einem kleinen Rundgang hab ich mich an den Strand begeben um dort in der Sonne sitzend die gegenüberliegende Skyline von Abu Dhabi mit der Corniche, der Strandpromenade, zu betracheten. Ein schöner und beeindruckender Anblick.

Da es mittlerweile Mittagszeit war, fuhren wir zu der in der Nähe gelegenen Marina-Mall um dort unsere Mittagspause zu verbringen. Nachdem ich in einer Wechselstube ein paar Euro in emiratische Dirham umgetauscht hatte bin ich in ein Restaurant in der 1. Etage gegangen um dort eine sehr leckere Pizza zu essen, dazu gab es frisch gepressten Orangensaft.

Nachdem wir uns am Eingang alle wieder eingefunden hatten wollten wir zum Bus gehen um unsere Weiterfahrt anzutreten. Wir waren allerdings sehr überrascht, das es regnete, und so warteten wir bis der Bus bis an den Eingang kam um nicht allzu nass zu werden. Der Regen hielt zum Glück aber nicht lange an und bald schien wieder die Sonne und unsere kurzzeitig schlechte Laune war wie weggeblasen.

Bevor wir Abu Dhabi in Richtung Osten verließen kamen wir noch an einem Büroturm vorbei, der auch im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet ist. Und zwar als der stärkste, absichtlich geneigte Turm der Erde. Der Capital Gate ist 160 Meter hoch, hat 35 Etagen und eine Neigung von 18 Grad. Im Vergleich: Der schiefe Turm von Pisa hat eine Neigung von knapp 4 Grad.

Am späten Nachmittag kamen wir endlich auf dem Kamelmarkt in Al Ain an. Dieser Markt ist der letzte Souk seiner Art in den VAE, und es werden natürlich nicht nur Kamele, sondern auch Ziegen und Schafe angeboten. Ausserdem in einer gesonderten Abteilung auch das dazugehörige Viehfutter. Allerdings werden hier keine der so wertvollen Rennkamele angeboten, was ich sehr schade fand.

Wir liefen etwa eine halbe Stunde zwischen den einzelnen Gattern herum, begutachteten die vielen Kamele mit ihren Jungtieren und probierten natürlich auch Kamelmilch, die unsere Reiseleiterin mitgebracht hatte. Hat mir gut geschmeckt, ähnlich wie Kuhmilch.

Von dort fuhren wir weiter zu unserem Hotel, dem Mercure Hotel Grand Jebel Hafeet, gelegen auf einem ca. 900 Meter hohen Berg in der Nähe von Al Ain.

Die Auffahrt erinerte mich an einen Alpenpass, steil und kurvenreich. Das besondere war, das der Bus ca. 1 Kilometer vor dem Hotel auf einen Parkplatz fuhr und wir aussteigen sollten. Wir befürchteten schon, das wir den Rest zu Fuss erklimmen sollten. Zum Glück kam aber ein kleiner Holtelbus, der uns ins Hotel brachte, unser Gepäck wurde in einem zweiten Bus trandsportiert. Der Grund dafür war, das unser Bus (ein Dieselfahrzeug) die doch sehr steile Straße eventuell nicht schaffen würde und dann zu einem Hindernis auf der schmalen Starße werden würde. In der Tat war der letzte Teil der Straße extrem steil und schmal und wir alle waren froh, in dem kleinen Bus zu sitzen.

Gegen 19 Uhr hatte ich mein Gepäck auf dem Zimmer und ich konnte ins Restaurant zum Abendessen gehen. Nach dem Essen hab ich noch einen kleinen Rundgang über das Gelände gemacht in der Hoffnung, einen schönen Blick auf die nächtliche Stadt Al Ain zu erhalten. Und in der Tat hatte man von der Poolseite aus einen sehr schönen Blick auf die Stadt.

Tag 3

Am heutigen Dienstag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück um 09:00 Uhr los, es stand eine Stadtrundfahrt in Al Ain an, die man auch die “Gartenstadt des Arabischen Golfs” nennt. Und in der Tat erinnert nicht viel daran, das die Stadt mitten in der Wüste liegt. Es gibt einige Gartenanlagen und unzählige Bäume an den Straßen. Außerdem sind die vielen Ampeln in der Stadt wunderschön verziert. Da bleibt man gerne mal an einer roten Ampel stehen.

Zu einer Besonderheit gehört, das es in Al Ain maximal 6-geschossige Häuser gibt, dafür breitet sie die Satdt auf einer Grundfläche so groß wir Paris aus.

Gegen 10:00 Uhr erreichten wir den Palast von Sheikh Zayed Bin Sultan al Nahyan, dem späteren Gründern der VAE. Der Palast, bereits im Jahre 1910 erbaut, dient heute nur noch als Museum, nachdem er umfangreich und wirklich sehenswert restauriert wurde. Es gibt eine Vielzahl von Gemälden der Herrscherfamilie, natürlich nur die männlichen Mitglieder, und man kann einen Rundgang durch die Privatgemächer und schönen Gärten machen.

Nach etwa einer eindreiviertel Stunde fuhren wir weiter zum Gemüsemarkt, auf dem man jedoch nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Fisch bekommt. Und zwar winzig kleine, getrocknete Fische.

Wir haben einen Rundgang gemacht und sind nach einer halben Stunde weiter zur nahegelegenen Oase mit angrenzendem Nationalmuseum gefahren. Dort wurde uns zunächst vorgeführt, wie die Datteln geerntet werden. In den nahegelegenen Gebäuden gibt es Ausstellungsstücke archäologischer Funde u.a. aus der Bronzezeit.

Nachdem wir uns alle wieder im Bus eingefunden hatten machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station, in das Emirat Ra's al-Chaima am arabischen Golf. Das Emirat trat als 7. und letztes den VAE bei und lebt hauptsächlich vom Tourismus sowei Handel und Landwirtschaft.

Die Fahrt dorthin dauerte ca. 3 Stunden und führte zum größten Teil durch die Wüste.

 Dabei durchquerten wir auch die Emirate Dubai und Sharjah bevor wir gegen halb vier unser Ziel, das Hotel "Al Hamra Beach/Golf Resort", ca. 35 Klomter vor der omanischen Grenze, erreichten.

Das Hotel liegt direkt am Al Hamra Golf Club und gegenüber dem feudalen 5-Sterne Hotel Waldorf Astoria.

Die Hotelanlage ist so ganz anders als man es in den VAE erwartet, man hat nicht in die Höhe sondern in die Breite gabaut, sie besteht aus vielen einzelnen, maximal zweistöckigen Häusern die entlang einer langen Straße stehen. Und ich hatte das Pech, das mein Zimmer am Ende der Straße lag. So war jedes mal ein langer Spaziergang angesagt, bevor ich im Restaurant ankam. Das hat mir gar nicht gefallen, war aber nicht zu ändern. Ein anderes Zimmer konnte ich nicht  bekommen, da das Hotel ausgebucht war.

Am späten Nachmittag hab ich mich auf den Weg an den Strand gemacht um dort den Sonnenuntergang mit einem leckeren Cappuccino zu genießen.

Tag 4

Der heutige Tag stand eigentlich zur freien Verfügung, ich hab mich jedoch für einen Tagesausflug in die omanische Exklave Musandam, gelegen an der Straße von Hormus, entschieden.

Es sollte mit einem traditionellen Dhow-Boot in die Fjorde gehen. Also wurde ich mit drei weiteren Leuten aus der Reisegruppe bereits um 07:30 im Hotel abgeholt. Mit einem kleineren Bus fuhren wir dann zunächst zur 35 Kilometer entfernten Grenze zum Oman. Die Fahrt bis dahin dauerte ca. 1 Stunde, der Aufenthalt im Grenzgebäude nochmal eine Dreiviertelstunde, weil unsere Einreisepapiere sehr genau geprüft wurden. Nachdem jedoch alles in Ordnung war konnten wir unsere Fahrt an der Küste entlang fortführen um dann endlich im Hafen von Khasab das Boot betreten.

Gegen 10:00 Uhr legte das Dhow mit insgesamt 20 Leuten an Bord ab und nahm Kurs auf den längsten Fjors des Landes, den ca. 16 Kilometer langen Khor Shamm. Da die See ruhig war haben wir es sehr genossen, auf den bequemen Sitzkissen in der Sonne zu liegen und die wunderschöne Landschaft zu genießen.

Es waren noch ein paar weitere Boote unterwegs und manchmal hatte es den Anschein, als würden sie sich ein kleines Rennen liefern. Nachdem wir im Fjord angekommen waren wurde sofort Ausschau nach den Delfinen gehalten. Es leben ca. 130 weiße und schwarze Delfine im Fjord, die man normalerweise beim Spielen beobachten kann. Nur leider nicht als wir da waren       Ich hatte mich schon drauf gefreut, diese liebenswerten Tiere mal in ihrer natürlichen Umgebung beobachten zu können.

Nachdem die Delfine sich nicht zeigten fuhr das Boot weiter in den Fjord hinein und hinter jeder Kurve hatte man einen anderen wundervollen Blick auf die beeindruckenden, bis zu 1000 Meter hohen Berge.

Es gab ein paar Dörfer an den Ufern, deren Bewohner ausschließlich vom Fischfang lebten. Die Dörfer selber sind nur über das Wasser zu erreichen und deshalb werden die Kinder täglich mit Schulbooten am morgen abgeholt und in die Schule im nächsten Hafen gebracht. Und am Nachmittag bringt sie das Schulboot wieder nach Hause.

Bei uns auf dem Boot wurde gegen Mittag ein typisch omanisches Essen gereicht. Es gab eine Hühnchenpfanne, sehr scharfes Kichererbsenpüree, Reis, Brot und Salat. Außerdem natürlich alkoholfreie Getränke (wie in allen muslimischen Ländern ist Alkohol im Oman verboten) sowie omanischen Kaffee, qahwa, der aus kleinen Porzellanbechern getrunken wird. Das besondere an diesem schmackhaften Kaffee ist, das er mit Kardamom gewürzt wird, ein echter Genuss nach einem einfachen aber leckeren essen.

Am Nachmittag machte das Boot an einer kleinen im Fjord gelegenen Insel fest, an der bereits zwei Boote lagen. Wir hatten die Möglichkeit, in dem herrlich klaren Wasser schwimmen zu gehen, was einige von uns mit Begeisterung auch machten. Ein besonderes Schauspiel wurde uns geboten, als unser Kapitän Reste des Mittagessen, hauptsächlich das Hühnerfleisch, in Wasser warf....die Fische kämpften regelrecht um die besten Happen, und das in unmittelbarer Nähe der badenden.

    Nachdem wir dort etwa eine Dreiviertelstunde gelegen haben, ging die Fahrt weiter zurück Richtung Hafen. Wir legten um 16:00 Uhr an und bestiegen wieder den Bus, der uns uns bereits hierher gebracht hatte und gegen 16:45 waren wir wieder and der Grenze.

Eine weitere Stunde später kamen wir im Hotel an. Und da ich mittlerweile etwas Hunger hatte und den langen Weg zwischen Zimmer und Restaurant nicht 2mal gehen wollte, machte ich mich sofort über das leckere Buffet her. An diesem Abend gab es noch ein kleines Konzert im angeschlossenen Irish Pub, und so gönnte ich mir auf der Terrasse bei irischer Volksmusik eine leckeres Guinness. Merkwürdigerweise war der anschließende Weg in mein Zimmer irgendwie kürzer als sonst 

Tag 5

Heute konnte ich endlich mal so richtig ausschlafen und ausgiebig frühstücken. Unser Abholtermin war für 11:30 angesagt. Also hab ich mir nach dem reichhaltigen Frühstück das gegenüberliegende Hotel „Waldorf Astoria“ angeschaut.

 Das 5-Sterne-Hotel ist das beste Hotel am Platz und ich wollte mir mal die Empfangshalle genauer anschauen. Und ich war echt überwältigt von der Pracht und dem Luxus, der dort in allen Ecken zu finden ist. Die riesige Empfangshalle mit der großen freien Treppe macht schon einen imposanten Eindruck.

Die wunderschön angelegte Terrasse mit Blick auf eine riesige Polanlage und das Meer im Hintergrund lädt zum Verweilen ein, zumal es eine Vielzahl von Sitzgelegenheiten gibt.

Ich konnte mich nur sehr schwer von dort los reißen, zumal auch der Cappuccino auf der Terrasse unbeschreiblich lecker war. Aber ich durfte ja den Bus nicht verpassen, also ging ich zurück und wartete vor der Rezeption unseres Hotel mit den anderen darauf, das wir abgeholt wurden. Pünktlich um halb elf kam der Bus und so machten wir uns auf den Weg zu unserer letzten Station, Dubai.

Die Fahrt dauerte auf der Autobahn nur gut eine Stunde, wobei wir die Emirate Umm-Al-Qaiwain, Ajman und Sharjah durchquerten. Kurz vor Dubai gerieten wir dann auf der mittlerweile 10-Spurigen Autobahn in einen dicken Stau. Es ging nur noch sehr langsam weiter.

Zum glück konnten wir nach kurzer Zeit die Autobahn verlassen und fuhren weiter zum Burj Khalifa. Dort angekommen liefen wir zunächst ein Stück entlang des Burj Khalifa Lake zur größten "Shopping Mall" der Welt, der Dubai Mall.

 Dort besuchten wir natürlich auch eines der größten Aquarien der Welt. Es erstreckt sich über drei Etagen und die Frontscheibe hat es wegen seiner Größe sogar ins Guiness-Buch der Rekorde geschafft. Sie ist 32,88 Meter breit, 8,30 Meter hoch und 750 Millimeter dick. Das Gewicht der Scheibe beträgt 245.614 Kilogramm, und mit einer Dicke von 750 Millimetern hält sie dem Druck der zehn Millionen Liter Wasser problemlos stand. Ist schon sehr Eindrucksvoll, und das beste ist, man kann sogar darin schwimmen, zwischen Haien, Rochen und einer Vielzahl anderer Meeresbewohnern.

Wir konnten uns leider nicht lange dort aufhalten, da für uns die Auffahrt auf den Burj Khalifa für 14:00 geplant war. Also stellten wir uns in der dafür vorgesehenen Schlange an, um mit dem Aufzug bis auf die 148. Etage zu gelangen, und das in weniger als 1 Minute. Im Aufzug wird man virtuell in die Entstehungsgeschichte des höchsten Bauwerks der Welt eingeweiht, allerdings in Englisch.

Wenn sich dann die Tür öffnet steht man auf einer Aussichtsplattform mit einem einmaligen Rundumblick auf Dubai und die Palmeninseln. Ich hab mich etwa eine Stunde dort oben aufgehalten, man sieht immer wieder was neues, je länger man sich umsieht. Die Aussicht ist einfach unbeschreiblich.

Im übrigen gibt es natürlich auch einen Andenkenshop mit allerlei unnützen, aber teuren Dingen rund um den Burj Khalifa.

Ich bin dann mit ein paar Leuten aus meiner Reisegruppe wieder nach unten gefahren und anschließend am Lake in einem Café ein Eis essen gegangen. Auch dort, wie überall in den Cafés und Restaurants, wurden wir äußerst freundlich und zuvorkommend bedient. Das ist mir übrigens überall in den VAE aufgefallen, die Freundlichkeit der zumeist aus Asien stammenden Angestellten.

Um 20:00 Uhr trafen wir uns dann wieder mit der gesamten Gruppe und der Reiseleiterin zu einem gemeinsamen arabischen Abendessen in einem Restaurant direkt am Lake. Uns wurden diverse Vor- und Hauptspeisen gereicht, von denen ich mir leider die Namen nicht gemerkt habe. Aber es gab verschiedene Sorten gegrilltes Fleisch und Gemüse, sowie Salate, Brot und wieder dieses leckere Kichererbsenpüree. Da unser reservierter Tisch auf dem Balkon in der 1. Etage des Restaurants war hatten wir einen einigermaßen guten Blick auf die Wasserspiele, die auf dem Lake jeden Abend alle halbe Stunde stattfinden.

Nach dem Essen haben wir uns jedoch bessere Plätze in direkter Wassernähe besorgt um ein paar schöne Fotos zu machen.

 Anschließend fuhren wir in unser Hotel, das Grand Belle Vue, welches in der Nähe der Palmeninsel Jumeirah liegt.

Tag 6

Der heutige Freitag sollte ganz Dubai gewidmet sein und so machten wir uns um 08:30 auf den Weg zunächst nach Dubai Marina, einem Stadtteil von Dubai in der Nähe der Palmeninsel Jumeirah. Wir machten einen kleinen Spaziergang an dem künstlich angelegten knap 4 Kilometer langen Kanal, an dessen Ufern eine Unzahl von Hochhäusern stehen. Allein in der zum Stadtteil gehörenden Jumeirah Beach Residence stehen fast 40 Wohntürme, es ist eines der größten Apartment- und Ferienresort`s der Welt.

Von hier aus fuhren wir weiter auf die Palmeninsel Jumeirah mit kurzem Fotostopp am Hotel Atlantis. Da es außer dem Hotel an der Spitze der Palmeninsel nichts weiter zu sehen gibt, haben wir uns nach 20 Minuten wieder auf den Rückweg gemacht.

Das nächste Ziel war das bekannte Hotel Burj Al Arab. Da man jedoch in das Hotel nur noch hinein kommt, wenn man einen Tisch in einem der Restaurants reserviert hat, haben wir uns das Hotel vom Strand aus angeschaut.

Dieser wunderschöne Strandabschnitt kann übrigens von jedermann besucht werden, und obwohl es sehr warm an diesem Tag war, hatten sich nicht viele hierher verirrt. Ich konnte einfach nicht widerstehen und zog meine Schuhe aus um Barfuß durch den feinen, warmen Sand zu laufen. Schade dass hier nur ein kurzer Aufenthalt geplant war, ich wäre gerne noch länger geblieben.

Aber das nächste Ziel war für 11:00 geplant, und so setzten wir unsere Besichtigungstour fort und kamen pünktlich am Madinat Jumeirah an. Dieses Hotel-, Freizeit- und Geschäftszentrum liegt in unmittelbarer Nähe zum Burj al Arab und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Dubai.

Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche Cafés und Restaurants, ein Theater und Sportzentrum sowie einige Hotels.

Außerdem gibt es den Souk Madinat Jumeirah mit vielen kleinen Läden, in denen man schönes Kunsthandwerk und Antiquitäten kaufen kann. Wir haben uns ca. eine Stunde dort aufgehalten und ich habe einen Spaziergang durch den im Stil alter arabischer Paläste angelegten Souk gemacht.

Das gesamte Gelände ist durchzogen von unzähligen kleinen Kanälen, auf denen Wassertaxis verkehren, wodurch man sich in eine italienische Lagunenstadt versetzt fühlt. Und von einem Punkt aus hat man einen unvergesslichen Blick auf den Burj al Arab.

Unsere anschließende Mittagspause verbrachten wir in einer der vielen Shopping Mall`s, in der Mall of the Emirates. Sie wurde 2005 eröffnet und war mit ihren über 200.000 Quadratmetern die größte Mall zu dieser Zeit. In ihr befinden sich ca. 400 Geschäfte und 65 Restaurants, zusätzlich einen Supermarkt, Theater, Kinderspielplatz und einen Kinokomplex mit 40 Leinwänden.

Ein echter Hingucker ist aber die riesige Skihalle, die über mehrere Etagen durch ein Schaufenster von der Mall getrennt ist. Auf einer Fläche von über 22.000 m² gibt es eine Vielzahl von Abfahrten unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade.

Und natürlich hat die Mall auch eine eigene Station der Dubai Metro.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kamen wir am höchsten Hotel von Dubai vorbei, das aus zwei Türmen bestehende JW Marriott Marquis Hotel. Die Türme, mit ihren 72 Etagen und 355 Meter Höhe, haben jeweils 800 Zimmer sowie neun Restaurants, fünf Lounges, zwei Ballräume und ein Veranstaltungszentrum.

20 Minuten später trafen wir am

Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum Zabeel Palace

ein.

Leider darf man das Gelände innerhalb der Palastmauern nicht betreten, aber die Parkanlage am Haupteingang beherbergt mehrere Pfaue, die sich gern und überschwänglich in ihrer ganzen Pracht zeigen. Das war auch der Hauptgrund, weshalb wir dorthin gefahren sind. Wir wurden beim Eintreffen auf dem Parkplatz von 6 oder 7 Tieren empfangen, die sofort Ihre Räder aus wunderschönen, bunten Federn aufschlugen.

Außerdem hatte man von dort einen

schönen Blick auf die Skyline von Dubai.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang, immer in Begleitung eines Pfaus, setzen wir unsere Fahrt fort und kurze Zeit später kamen wir am Dubai Museum an.

Es ist im ältesten Gebäude der Stadt untergebracht, dem Al-Fahidi-Fort und liegt in unmittelbarer Nähe des Dubai Creek. Erbaut wurde das Fort im 16. Jahrhundert und diente als Gefängnis und als Schutzschild gegen Invasoren. Am Eingang herrschte großer Andrang, aber zum Glück hatte unsere Reiseleiterin schon im Vorfeld die Karten besorgt, sodass wir uns an der Schlange vorbei ins innere des Forts drängeln konnten. Man betritt zunächst einen großen, quadratischen Innenhof, umgeben von dicken Lehmmauern, wo es u.a. einen Brunnen gibt und verschiedene traditionelle Boote ausgestellt werden.

Das eigentliche Museum befindet sich in den Kellerräumen. Hier fühlt man sich in die Zeit der Beduinen versetzt, nicht allein durch geschickte Lichteffekte.

Verschiedene Themen werden dargestellt, u.a. eine Kochstelle, Beduinen beim hüten der Kamele oder wie sie am abendlichen Lagerfeuer Wasserpfeife rauchen

     Wir hielten uns nur ca. eine halbe Stunde in diesen unterirdischen Räumen auf, es roch nicht besonders gut und so waren alle froh, wieder auf der Straße zu stehen, allerdings war`s leicht am regnen als wir herauskamen und so machten wir uns schnell wieder auf den Weg zum Bus.

Unser nächste Ziel war der Creek, ein natürlicher Meeresarm des persischen Golfes, der die Stadt in die Stadtteile Bur Dubai und Deira teilt.

Dort setzten wir mit einem Abra, ein Motorboot für 20 Personen, welches als Wassertaxi fungiert, von Bur Dubai auf die andere Seite über. Die Anlegestellen sind einfach aber effizient, man geht an einer Kasse vorbei, zahlt umgerechnet rund 25 cent und kann sofort auf eines der vielen Boote steigen. Was allerdings manchmal etwas schwierig ist, da die Boote sehr stark schwanken, je nachdem wie hoch der Andrang an den Anlegestellen ist.

Auch auf dem Wasser kommt es nicht selten vor, das sich die Boote berühren. Deshalb sollten man während der Überfahrt auf jeden Fall sitzen.

Unsere Überfahrt dauerte keine 10 Minuten und am anderen Ufer angekommen machten wir uns zu Fuß auf den in der Nähe liegenden Gewürzmarkt. Dieser Souk ist ein muss für jeden Tourist, denn so viele verschiedene Gerüche findet man nirgends sonst.

Vom Gewürzmarkt ist es nur ein kleiner Spazierweg zum Gold Souk. Hier bekommt man große Augen bei soviel prunk und glitzer. Zwar ist das Design manchmal etwas Gewöhnungsbedürftig, aber es geht auch nicht um Schönheit sondern einfach um den Wert des Goldes.

Wenn man den Souk durch das große Tor mit mit der Aufschrift „Dubai City of Gold“ betritt, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Es befinden sich rund 300 Geschäfte im Souk, die ausschließlich pures Gold verkaufen. So viel Prunk sieht man sicher nicht noch einmal auf der Welt und es ist ein Erlebnis, durch diese „andere“ Welt zu schlendern.

Ein bestes Beispiel ist der hier zu findende größte Goldring der Welt. Der über 60 Kilogramm schwere Ring aus 21-karätigem Gold ist unverkäuflich und liegt in einem Schaufenster zur Ansicht.

Wir waren alle so sehr gefangen von der Glitzerwelt, das es uns schwer fiel den Souk wieder zu verlassen. Aber unser gemeinsames Abendessen wartete auf uns und so machten wir uns auf den Rückweg ins Hotel.

Nach dem Abendessen wollte ich noch das Hard Rock Cafe besuchen und da es in einem anderen Stadtteil ca. 30 Kilometer entfernt liegt, hab ich mir ein Taxi angehalten und dorthin fahren lassen. Da das Taxi in Dubai an der 1.Stelle der Verkehrsmittel steht, ist es kein Problem eines an der Straße anzuhalten. Immerhin gibt es hier ca. 6.500 Taxen. Aber Taxifahren ist auch ein kleines Abenteuer, da die Fahrer Gastarbeiter sind, die nur sehr selten englisch sprechen und manchmal sogar Analphabeten sind. Man kann nur hoffen, dass der Fahrer sich ein wenig auskennt und daher ist es eigentlich immer besser, anstatt eines Straßennamen ein sich dort befindliches Bauwerk oder Hotel zu benennen. Eins ist aber sicher, man kommt immer da an, wo man hinwill, oft sieht man die Fahrer telefonieren....dann werden andere Fahrer um Rat bzw. die Route zum Ziel gefragt. Da die Fahrten sehr preiswert sind, ist es nicht so tragisch, wenn kleine Umwege gefahren werden.

Ich hab für die etwas über 30 Kilometer umgerechnet etwa  10 EUR gezahlt.

Im Hard Rock angekommen hab ich mir natürlich erst mal ein neues T-Shirt gegönnt um anschließend mit einem leckeren mexikanischen Bier auf meinen Neuerwerb anzustoßen.

    Zum Thema Alkohol in den VAE kann man nur so viel sagen: Es gibt in den Clubs und Bars Alkoholausschank. Dabei sollte man sich aber aus Respekt vor dem Gastland und deren muslimischer Kultur nicht unüberlegt betrinken. Eine Ausnahme von dieser „Freizügigkeit“ ist das Emirat Shardscha, hier ist Alkohol generell streng verboten. Selbst eine Durchfahrt mit dem PKW und Alkohol steht schon unter Strafe. Wie dem auch sei, ich hab mich mit einer Flasche Bier begnügt und wieder auf die Rückfahrt ins Hotel gemacht.

Tag 7

Heute stand ein Besuch des Emirates Shardscha an. Um 09:00 Uhr fuhr der Bus los und keine halbe Stunde später hatten wir die nicht eindeutig erkennbare Grenze zwischen den beiden Emiraten überschritten. Shardscha unterscheidet sich in einigen Dingen von den restlichen Emiraten. Zum Alkoholverbot habe ich bereits berichtet, das gleiche strenge Verbot gilt auch für das Shisha rauchen sowie andere Rauschmittel oder Drogen. Außerdem gibt es für Frauen eine Kleiderordnung die besagt, das die Fuß- und Handgelenke bedeckt sein müssen, auch am Strand. Ansonsten könnte Shardscha eine Kopie von Dubai sein, zumindest was die Hochhäuser angeht. Shardscha ist seit 1998 Kulturhauptstadt des mittleren Osten und hat ca. 1 Mio. Einwohner.

Unser erster Fotostopp wurde an einem riesig großen Kreisverkehr gemacht, dem Quran Roundabout (Koran Kreisverkehr). In dessen Mitte steht auf einem Sockel ein überdimensionales, aufgeschlagenes Buch, der Koran.

Rundherum gibt es wunderschöne Beete mit blühenden Blumen und einen sehr gepflegten Rasen. Umstellt ist der Kreisverkehr mit ein paar großen Gebäuden, u.a. dem

Kulturpalast,

 

das „Ruler's Office“ (ein Regierungsgebäude),

 

sowie eine Bibliothek.

 

    Vervollständigt wird das ganze von einer Moschee,

der „Al Emam Ahmad Bin Hanbal Mosque“.

Wir hielten uns nur etwa eine Viertelstunde hier auf, machten unsere Fotos und fuhren dann weiter zur Hafeneinfahrt.

Dort wieder nur ein kurzer Stopp an einer Moschee (Almaghfirah Mosque) mit einem wunderschönen Blick auf den Kanal mit der Skyline von Shardscha.

Die Fahrt ging auf der Corniche Str. entlang des Kanals bis zum Souk Al-Arsa, dabei passierten wir auch das Gerichtsgebäude, das Sharjah Court, auf dem gegenüberliegenden Ufer.

Der Souk Al-Arsa ist einer der ältesten Souks in den VAE und befindet sich in der Altstadt von Shardscha. Bereits Mitte des letzten Jahrhunderts haben Händler aus Persien und Indien den Souk genutzt, um ihre Waren anzubieten. Aber auch die arabischen Stämme kamen hierher um Waren zu tauschen.

Heute wird der Souk allerdings hauptsächlich nur noch von Touristen besucht um kleine und große Andenken oder Antiquitäten zu kaufen. Es macht aber auch ohne Einkaufswahnsinn Spaß durch den Souk zu bummeln, denn es gibt viel zu sehen und einen schönen Innenhof, wo man gemütlich auf einer Bank sitzend den Touristen beim handeln zuschauen kann.

  Nach einer knappen Stunde in der Ruhe des Souks ging es weiter zum "Museum of Islamc Civilization", direkt an der Corniche gelegen.

Dieses Museum, das schönste in den VAE, befindet sich in einem im islamischen Prachtstil erbauten Gebäude mit einer goldenen Kuppel. Im innern gibt es lange Bogengänge an deren Seiten die jeweiligen nach Themen geordneten Schätze und Sammlungen islamischer Objekte untergebracht sind.

So gibt es eine Ausführliche Ausstellung die sich mit den 5 Säulen des Islam befasst:

1. Den Glauben an die Einheit Allahs und das Ablegen

des Bekenntnisses zu diesem Glauben

2. Die fünf täglichen Gebete

3. Die Wohltätigkeit gegenüber den Mitmenschen.

4. Das Fasten während des Ramadan

5. Die Pilgerfahrt nach Mekka

 

Eine weitere Ausstellung befasst sich mit der Pilgerfahrt nach Mekka und allem, was dazu gehört, u.a. gibt es ein Stück Stoff einer ehemaligen Bedeckung der Kaaba*. Dieses heilige Relikt wird gut gesichert unter Glas ausgestellt.

*Die Kaaba ist ein Gebäude im Innenhof der heiligen Moschee in Mekka und ist das Haus Gottes und gehört zum zentralen Heiligtum des Islams.

Natürlich gibt es auch viele Fotos von Mekka und Modelle von der Moschee und der Kaaba.

In der goldenen Kuppel, auf der 1.Etage, ist ein Cafe untergebracht, welches jedoch nicht mehr in Betrieb ist. Aber ein Besuch dort oben lohnt sich auf jeden Fall, denn an der Decke befindet sich eine farbenfrohe Malerei, die den Sternenhimmel mit den 12 Tierkreiszeichen darstellt.

Unser nächstes Ziel war der Central Souk, der wegen seiner blau gemusterten Fassade auch als Blue Market oder Blauer Souk bezeichnet wird. Dieses Shoppingcenter besteht aus zwei nebeneinander liegenden, länglichen Gebäuden, in denen über 600 Shops untergebracht sind. In den meisten Läden kann man Gold- und Silberschmuck kaufen, aber es gibt auch traditionelle Waren, wie z.B. Kleidung oder Teppiche. Erst vor kurzem wurde bei einer Restaurierung der Gebäude eine Klimaanlage eingebaut, so dass man sich im Souk bei den sommerlichen Temperaturen gerne länger aufhält. Begünstigt wird das zusätzlich durch einige Restaurants und Spielmöglichkeiten für Kinder. Wir hielten uns ca. 1 Stunde dort auf und bummelten durch die Shops.

Da für den Nachmittag eine Wüstensafari geplant war, machten wir uns gegen   13 Uhr auf den Rückweg ins Hotel, nicht ohne noch mal einen Blick auf die Skyline von Shardscha zu werfen.

Pünktlich um 15:30 wurde ich mit 3 weiteren Personen aus meiner Reisegruppe mit einem Land Cruiser abgeholt. Wir fuhren zunächst eine gute Stunde Richtung Osten. Am Rand der Wüste angekommen versammelten sich ca. 20 bis 30 weitere Jeeps um Luft aus den Reifen zu lassen. Wir guckten uns etwas erstaunt an wurden dann aber darüber aufgeklärt, das man mit halben Luftdruck in den Reifen am besten durch Sand fährt.

Nach dieser kurzen Pause ging es dann los. Zunächst fuhr der Fahrer ziemlich zivilisiert über die Dünen aber kurz bevor es begann langweilig zu werden hat er Gas gegeben und wir „schlitterten“ nur so über den Sand. Es ging bergab und bergauf in einem Tempo, das wir dachten gleich in einer Sanddüne stecken zu bleiben. An schrägen Handlagen spritzte der Sand in riesigen Wolken bis übers Dach hinaus. Wir können nur von Glück sagen, das der Jeep von innen so gut gepolstert war, und zwar inkl. des verbauten Überrollbügels. Ich bin jedenfalls mehrfach mit dem Kopf dagegen gestoßen.

Das Sand-Surfen dauerte etwa eine halbe Stunde, und nachdem alle Jeeps sich wieder versammelt hatten musste in den Reifen die Luft mittels Kompressoren wieder aufgepumpt werden. Das dauerte nochmal eine viertel Stunde und nachdem auch das erledigt war fuhren wir in gemächlichem Tempo weiter in das Desert-Camp mitten in den Sanddünen.

Dort angekommen, es blieben nur drei Jeeps übrig, betraten wir eine völlig andere Welt. Das Camp bestand aus ca. 10 großen, traditionellen Beduinenzelten, die innerhalb einer Einzäunung aus Schilf-oder Bambusmatten im Quadrat aufgestellt waren.

Zusätzlich gab es einen großen Teppich mit Sitzkissen, wo man Shisha rauchen konnte, was ich natürlich sofort ausprobierte.

Weiter gab es ein großes Zelt, in dem ein leckeres, arabisches BBQ aufgebaut war. In einem anderen Zelt gab es alkoholische Getränke, die man allerdings selber bezahlen musste (das BBQ war im Preis für den Ausflug enthalten). In einem kleinen Zelt bekam man gesüßten Tee und frische Datteln, was in der Kombination einfach unschlagbar lecker ist. Es gab noch ein paar weitere Zelten in denen sich Sitzgruppen befanden, hier konnte man in Ruhe sein Essen genießen oder einfach nur sitzen und dem treiben zuschauen.

Inmitten der Zelte war eine kleine Bühne aufgebaut und drumherum, auf Teppichen, gab es Tische und Sitzkissen. Nach einer kurzen Begrüßungsrede wurde das Buffet eröffnet und es gab kleine aber äußerst leckere Speisen. Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten begann ein kleines Bühnenprogramm und da es mittlerweile dämmerte wurden überall Fackeln angezündet. Nach einer kurzen Ansage erschien auf der Bühne eine Bauchtänzerin die uns zu orientalischer Musik eine etwa halbstündige Bühnenshow zeigte. Im Anschluss bekamen wir noch einen tollen Tanz eines männlichen Bauchtänzers zu sehen. Es war ein in alle Richtungen gelungener Tag mit einem phantastischen Abschluss.

        Gegen 20:00 Uhr sammelte uns unser Fahrer wieder ein und wir machten uns auf den Heimweg. Uns war schon ein wenig mulmig zumute, im dunklen durch die Wüste zu fahren, aber der Fahrer kannte sich gut aus und so waren wir schnell auf einer asphaltierten Piste und nach einer guten Stunde wohlbehalten wieder im Hotel.

 

Tag 8 (letzter Tag)

 

Leider geht jeder super tolle Urlaub mit unvergesslichen Eindrücken einmal zu Ende und heute war Abschiednehmen angesagt.

Bereits um 05:00 wurden wir abgeholt. Da im Hotel die Küche um diese Uhrzeit noch geschlossen ist, hat man uns Lunchpakete zur Verfügung gestellt, über die wir uns in der Hotellobby hermachten. Kaffee und Tee gab es zum Glück und so war der Inhalt der Pakete ganz gut zu genießen. Pünktlich stand der Bus inklusive Reiseleiterin bereit, uns nach Abu Dhabi zu bringen, leider, denn die Fahrt dauerte über eine Stunde. Am Flughafen verabschiedete sich die Reiseleiterin, der Check In ging recht schnell, der Start war pünktlich und in der Luft war nochmal ein letzter Blick auf die schöne Stadt möglich.

 

Ein wunderschöner Urlaub mit vielen schönen Erlebnissen war zu Ende.


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